Rohstoff des 21. Jahrhunderts: Big Data, Smart Data – Lost Data?

Die zentralen Fragen der 18. Studie

  • Welche Bedeutung misst der Mittelstand Big Data bei?
  • Welche Chancen sind für die Unternehmen mit Big Data/Smart Data verbunden?
  • Was bedeutet die datenbasierte Entwicklung für das Geschäftsmodell von Banken?

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Die Kernergebnisse der 18. Studie

  • Großer Hype, aber (noch) wenig konkreter Nutzen: 81 Prozent der Befragten halten Big Data für zentral wichtig.
  • Big Data ist nur bedingt Chefsache: Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Einbindung von Spezialisten, die die Daten abteilungsübergreifend auswerten.
  • Advanced Analytics oft noch ein Phantom: Verfahren, die man als „Big Data Analytics“ im engeren Sinne bezeichnet, werden selten eingesetzt.
  • Mit der zunehmenden Bedeutung von Daten steigt auch das Risiko, Opfer digitaler Kriminalität zu werden. Die Unternehmen haben die technischen Risiken auf dem Schirm.
  • Finanzpartner sind als Datenlieferanten und -analysten gefragt: Der Mittelstand erwartet, dass seine Finanzpartner Daten liefern, diese auswerten und durch Prognosen und Tools zusätzliche Daten generieren.
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Big Data, Big Pictures

Zum zweiten Mal haben die Unternehmerperspektiven Nachwuchstalente dazu aufgerufen, einen Entwurf für das Key Visual zur neuen Studie zu entwickeln. Und bereits zum zweiten Mal gelang der Initiative damit ein echter Erfolg: Das Projektteam haben zahlreiche gelungene Vorschläge erreicht.

Dem digitalen Datengold und seinen Facetten gibt Lisa Pohl, Jahrgang 1993, ein Gesicht: Die im Taunus aufgewachsene Künstlerin illustriert die 18. Studie. Bereits mit fünf Jahren interessierte sie sich für Malerei. In einem Atelier bekam sie Zeichenunterricht und gab später selbstständig Kurse. Bis 2016 studierte sie in Hildesheim Gestaltung mit dem Schwerpunkt Grafikdesign, heute ist sie als Grafikerin bei einem Anbieter für den Bedruck von Textilien tätig.

Alle Ergebnisse zur Studie im Überblick

  • Großer Hype, aber (noch) wenig konkreter Nutzen: 81 Prozent der Befragten halten Big Data für zentral wichtig.

Big Data, Big Business? Nicht zwangsläufig: Die meisten Unternehmen konzentrieren sich auf Daten, die intern und damit leicht verfügbar sind. Nur 12 Prozent der Befragten nutzen Big Data bereits für die Erfassung von Daten entlang der „Customer Journey“.

  • Big Data ist nur bedingt Chefsache: Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Einbindung von Spezialisten, die die Daten abteilungsübergreifend auswerten.

Big Data ist also kein Erkenntnisproblem. Die Hürde liegt in der Unternehmensorganisation und der Führungskultur.

  • Advanced Analytics oft noch ein Phantom: Verfahren, die man als „Big Data Analytics“ im engeren Sinne bezeichnet, werden selten eingesetzt.

Nur 8 Prozent nutzen die Technologie als Vorstufe künstlicher Intelligenz schon heute. Zwei Drittel können die Technologie noch nicht bewerten oder halten sie für nicht relevant. Die „Tech-Giants“ im Silicon Valley entwickeln durch Advanced Analytics neue Geschäftsmodelle. Die Unternehmen sehen diese Entwicklung kritisch, eine direkte Konkurrenz befürchtet allerdings nur jedes fünfte.

  • Mit der zunehmenden Bedeutung von Daten steigt auch das Risiko, Opfer digitaler Kriminalität zu werden. Die Unternehmen haben die technischen Risiken auf dem Schirm.

Insgesamt ist das Gefährdungsbewusstsein im Mittelstand jedoch bislang schwach ausgeprägt – sogar bei Unternehmen, die in der Vergangenheit bereits Opfer von Cybercrime geworden sind. Schutzmaßnahmen, die sie ergreifen, beschränken sich häufig auf das „Stopfen“ technischer Sicherheitslücken. Social Engineering, also die gezielte Manipulation und Täuschung von einzelnen (gutgläubigen) Mitarbeitern, halten viele Experten allerdings für eine weitaus größere Gefahr.

  • Finanzpartner sind als Datenlieferanten und -analysten gefragt: Der Mittelstand erwartet, dass seine Finanzpartner Daten liefern, diese auswerten und durch Prognosen und Tools zusätzliche Daten generieren.

Banken und Sparkassen sind in Zeiten von Big Data weit über ihr originäres Geschäftsmodell hinaus gefordert. Die Unternehmen erwarten neue Lösungen von ihren Bankpartnern. Für Finanzdienstleister bietet sich im Umkehrschluss die Chance für neue Produkte und Services.

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